Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Mediamorph – Kai Lukas Flaum  |  Stand: Juni 2026

§ 1 Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über Dienstleistungen im Bereich Social-Media- und Performance-Marketing zwischen Mediamorph, Inhaber Kai Lukas Flaum, Am Exerzierplatz 18, 29633 Munster (nachfolgend „Anbieter") und seinen Kunden (nachfolgend „Kunde").
  2. Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB. Der Anbieter geht keine Geschäftsbeziehungen mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ein.
  3. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. Dies gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis entgegenstehender oder von diesen AGB abweichender Bedingungen des Kunden seine Leistung vorbehaltlos erbringt.
  4. Individuelle Vereinbarungen zwischen den Parteien, insbesondere in einem individuellen Angebot oder Einzelvertrag, gehen den Regelungen dieser AGB vor.

§ 2 Zustandekommen des Vertrages

  1. Interessenten haben die Möglichkeit, über die Buchungsplattform Calendly ein unverbindliches Erstgespräch mit dem Anbieter zu vereinbaren.
  2. Im Erstgespräch wird geprüft, ob eine Zusammenarbeit für beide Seiten grundsätzlich geeignet erscheint. Sofern beide Seiten Interesse haben, wird im Anschluss ein Zweitgespräch vereinbart, in dem die Dienstleistung näher erläutert und auf die Bedürfnisse des Interessenten individuell zugeschnitten wird.
  3. Die Inhalte des Erst- und Zweitgesprächs stellen noch kein bindendes Angebot des Anbieters dar. Ein Vertrag kommt erst durch ein gesondertes, auf den jeweiligen Kunden zugeschnittenes Angebot des Anbieters und dessen ausdrückliche Annahme zustande, etwa durch Unterzeichnung eines Vertragsdokuments oder schriftliche Bestätigung (E-Mail ausreichend).

§ 3 Leistungsbeschreibung

  1. Der Anbieter erbringt für den Kunden Dienstleistungen im Bereich des Social-Media- und Performance-Marketings, insbesondere für die Versicherungsbranche. Die Leistung umfasst grundsätzlich:
    • Erstellung von Werbeanzeigen (Creatives inkl. Werbetexten),
    • Einrichtung, Veröffentlichung und laufende Optimierung von Werbekampagnen auf den Plattformen der Meta Platforms Ireland Limited (u. a. Facebook und Instagram), einschließlich Zielgruppendefinition und technischer Tracking-Einrichtung,
    • Generierung und Vorqualifizierung von Interessenten über ein Funnelsystem (Landingpage mit Kontaktformular und Terminbuchungsfunktion),
    • telefonische Vorqualifizierung der Interessenten sowie Vereinbarung und Übergabe qualifizierter Termine an den Kunden.
  2. Der konkrete Leistungsumfang, insbesondere Anzahl und Art der zu erstellenden Werbeanzeigen, ergibt sich aus dem jeweiligen individuellen Angebot bzw. der Vereinbarung mit dem Kunden.
  3. Der Anbieter schuldet die Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns. Der Anbieter schuldet keinen konkreten wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere keine garantierte Anzahl an Terminen, Leads oder Vertragsabschlüssen, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wird.

§ 4 Eigentums- und Nutzungsrechte

  1. Sämtliche im Rahmen der Zusammenarbeit durch den Anbieter erstellten Arbeitsergebnisse – insbesondere Werbeanzeigen (Creatives, Anzeigentexte), Landingpages, der Funnel-Aufbau sowie das Terminbuchungssystem – verbleiben im Eigentum bzw. im ausschließlichen Recht des Anbieters. Dem Kunden wird für die Dauer des jeweiligen Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung dieser Arbeitsergebnisse im Rahmen der vereinbarten Kampagnen eingeräumt.
  2. Mit Beendigung des jeweiligen Vertrages, gleich aus welchem Grund, erlischt das Nutzungsrecht des Kunden automatisch. Eine Weiterverwendung, Vervielfältigung, Bearbeitung oder sonstige Nutzung der vorgenannten Arbeitsergebnisse durch den Kunden über das Vertragsende hinaus – insbesondere die Fortführung von Werbeanzeigen, Landingpage, Funnel oder Buchungssystem ohne den Anbieter – ist nur auf Grundlage einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung zulässig. Der Anbieter ist berechtigt, nach Vertragsende die Deaktivierung der vorgenannten Arbeitsergebnisse zu verlangen bzw., soweit ihm der erforderliche Zugriff zur Verfügung steht, selbst vorzunehmen.

§ 5 Vertragslaufzeit & Kündigung

  1. Jede Zusammenarbeit beginnt mit einer Festlaufzeit von dreißig (30) Tagen ab Vertragsbeginn. Eine ordentliche Kündigung während dieser Festlaufzeit ist ausgeschlossen.
  2. Nach Ablauf der Festlaufzeit endet das Vertragsverhältnis automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf, sofern die Parteien nicht vor Ablauf eine gesonderte Anschlussvereinbarung über die weitere Zusammenarbeit treffen (insbesondere zu Laufzeit, Kündigungsfrist und Vergütung). Eine automatische Verlängerung über die Festlaufzeit hinaus findet nicht statt.
  3. Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt von den vorstehenden Regelungen unberührt.
  4. Jede Kündigung bedarf der Textform (§ 126b BGB); E-Mail ist ausreichend.

§ 6 Vergütung & Zahlungsbedingungen

  1. Die Vergütung des Anbieters richtet sich nach dem im jeweiligen Einzelfall mit dem Kunden individuell vereinbarten Angebot bzw. Vertrag. Diese AGB enthalten keine festen Preise.
  2. Sofern nicht abweichend vereinbart, kann die Vergütung insbesondere aus einer Pauschale je vermitteltem und tatsächlich wahrgenommenem Termin („gelegter Termin") sowie ergänzend aus einer Erfolgsprovision bei Vertragsabschluss zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Interessenten bestehen. Die konkrete Höhe der Vergütung ergibt sich ausschließlich aus dem individuellen Angebot bzw. Vertrag.
  3. Sofern eine erfolgsabhängige Vergütungskomponente vereinbart ist, teilt der Kunde dem Anbieter wöchentlich mit, welche der vermittelten Termine wahrgenommen wurden, und informiert den Anbieter unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 5 Werktagen, über jeden hieraus resultierenden Vertragsabschluss sowie über die für die Berechnung der Vergütung erforderlichen Grundlagen (z. B. Höhe einer Abschlussprovision). Auf Verlangen des Anbieters legt der Kunde hierzu geeignete Nachweise vor.
  4. Erfüllt der Kunde die Mitteilungs- und Nachweispflichten gemäß Abs. 3 nicht oder nicht fristgerecht, gilt der betreffende Termin als wahrgenommen bzw. der betreffende Abschluss als zustande gekommen, sofern der Anbieter dies anhand eigener Unterlagen (z. B. Terminbuchung, Kommunikation mit dem Interessenten) hinreichend glaubhaft macht.
  5. Der Anbieter stellt dem Kunden monatlich eine Rechnung. Die Rechnungsbeträge sind, sofern nicht abweichend vereinbart, innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) zu verlangen.
  6. Das Werbebudget (Ad Spend) wird, sofern nicht abweichend vereinbart, vom Kunden direkt an den jeweiligen Plattformbetreiber (z. B. Meta) entrichtet und ist nicht Bestandteil der Vergütung des Anbieters.

§ 7 Mitwirkungspflichten des Kunden

  1. Der Kunde stellt dem Anbieter rechtzeitig alle für die Durchführung der Kampagnen erforderlichen Zugänge zur Verfügung (z. B. Meta Business Manager).
  2. Der Kunde stellt sicher, dass auf den jeweiligen Werbeplattformen ausreichend Werbebudget hinterlegt ist.
  3. Der Kunde nimmt vereinbarte Termine zeitnah wahr bzw. sagt diese frühzeitig ab und kommt seinen Mitteilungs- und Nachweispflichten gemäß § 6 Abs. 3 vollständig und fristgerecht nach.

§ 8 Vertraulichkeit

  1. Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei – insbesondere Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, Kundendaten, Umsatz- und Provisionszahlen sowie Kampagnendaten – streng vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, soweit dies nicht zur Erfüllung des jeweiligen Vertrages erforderlich oder gesetzlich vorgeschrieben ist.
  2. Diese Verpflichtung gilt über die Beendigung des jeweiligen Vertragsverhältnisses hinaus für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren fort.
  3. Von Abs. 1 ausgenommen sind Informationen, die bereits öffentlich bekannt sind oder ohne Verschulden der jeweiligen Partei öffentlich bekannt werden, der Partei nachweislich bereits vor Erhalt bekannt waren, oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung oder behördlicher bzw. gerichtlicher Anordnung offengelegt werden müssen.
  4. Der Anbieter ist ungeachtet dessen berechtigt, den Kunden (Name/Logo) sowie eine allgemeine, nicht vertrauliche Beschreibung der erbrachten Leistungen zu Referenz- und Marketingzwecken zu nennen, sofern der Kunde dem nicht im Einzelfall widerspricht.

§ 9 Haftung & Freistellung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters beruhen.
  2. Für Schäden aus der leicht fahrlässigen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten – also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, maximal jedoch auf die Höhe der vom Kunden im jeweiligen Vertragsverhältnis in den letzten zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlten Vergütung.
  3. Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.
  4. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz und nicht, soweit der Anbieter eine Garantie übernommen hat.
  5. Der Kunde trägt die alleinige rechtliche und berufsrechtliche Verantwortung für die von ihm bereitgestellten Inhalte, sein Angebot sowie für die Einhaltung sämtlicher für ihn geltenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben, insbesondere des Gewerbe- und Versicherungsvermittlerrechts. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die im Zusammenhang mit den vorgenannten Punkten gegen den Anbieter erhoben werden, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

§ 10 Datenschutz & Auftragsverarbeitung

  1. Die Parteien verarbeiten personenbezogene Daten im Rahmen der Zusammenarbeit unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO.
  2. Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten von Interessenten oder Kunden des Kunden im Auftrag des Kunden verarbeitet (insbesondere im Rahmen der Lead-Generierung und -Qualifizierung), schließen die Parteien vor Beginn der diesbezüglichen Verarbeitung einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO.

§ 11 Schlussbestimmungen

  1. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sowie des jeweiligen Einzelvertrages bedürfen der Textform (E-Mail ausreichend); dies gilt auch für die Änderung dieses Schriftformerfordernisses.
  2. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
  3. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  4. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit Verträgen, die diesen AGB unterliegen, ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.
  5. Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern dies aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen oder einer veränderten Geschäftspraxis erforderlich ist. Über Änderungen wird der Anbieter den Kunden rechtzeitig vorab in Textform informieren. Bereits laufende Einzelverträge bleiben hiervon unberührt, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.

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